[{"data":1,"prerenderedAt":620},["ShallowReactive",2],{"wissen:\u002Fwissen\u002Fschatten-ki":3,"wissen-verwandt:\u002Fwissen\u002Fschatten-ki":159},{"id":4,"title":5,"body":6,"cluster":128,"date":129,"description":130,"extension":131,"image":132,"keyword":133,"meta":134,"navigation":135,"path":136,"reviewedBy":132,"screenshots":132,"seo":137,"sources":138,"stem":157,"updated":132,"__hash__":158},"wissen\u002Fwissen\u002Fschatten-ki.md","Wenn Mitarbeiter heimlich ChatGPT nutzen: das Schatten-KI-Problem",{"type":7,"value":8,"toc":119},"minimark",[9,13,18,21,26,29,33,36,39,42,46,49,52,55,58,62,65,106,109,112,116],[10,11,12],"p",{},"Ein denkbarer Fall: Eine Steuerfachangestellte soll bis zum Abend einem Mandanten antworten. Der Brief des Finanzamts ist lang, die Antwort kompliziert. Sie öffnet auf dem Handy das KI-Programm, das sie privat nutzt, kopiert den Text hinein und bekommt in einer Minute einen Entwurf. Niemand in der Kanzlei weiß davon. Genau das nennt man Schatten-KI: KI-Dienste, die Beschäftigte für die Arbeit nutzen, ohne dass die Kanzleileitung davon weiß oder sie freigegeben hat. Dieser Leitfaden zeigt, was dahintersteckt, was das Berufsrecht dazu sagt und welche Regeln die Bundessteuerberaterkammer (BStBK) empfiehlt.",[14,15,17],"h2",{"id":16},"wie-verbreitet-schatten-ki-ist","Wie verbreitet Schatten-KI ist",[10,19,20],{},"Belastbare Zahlen speziell für Steuerkanzleien kennen wir nicht. Es gibt aber eine Umfrage für die Gesamtwirtschaft. Bitkom Research hat in den Kalenderwochen 27 bis 32 des Jahres 2025 telefonisch 604 Unternehmen in Deutschland ab 20 Beschäftigten befragt, die Umfrage ist nach Angabe von Bitkom repräsentativ. Das Ergebnis, wie Bitkom es zusammenfasst: 4 von 10 Unternehmen gehen zumindest davon aus, dass private KI-Werkzeuge zum Einsatz kommen. Knapp ein Viertel hat Regeln für den KI-Einsatz aufgestellt. 26 Prozent stellen den Beschäftigten einen Zugang zu generativer KI zur Verfügung.",[22,23],"schaubild-balken",{":items":24,"caption":25},"[{\"label\":\"Unternehmen, die zumindest davon ausgehen, dass private KI-Werkzeuge zum Einsatz kommen\",\"display\":\"4 von 10\",\"value\":40},{\"label\":\"Unternehmen, die Regeln für den KI-Einsatz aufgestellt haben\",\"display\":\"knapp ein Viertel\",\"value\":24},{\"label\":\"Unternehmen, die den Beschäftigten Zugang zu generativer KI zur Verfügung stellen\",\"display\":\"26 Prozent\",\"value\":26}]","Befragung von Bitkom Research unter 604 Unternehmen ab 20 Beschäftigten in den Kalenderwochen 27 bis 32 des Jahres 2025. Die Länge des Balkens bei „knapp ein Viertel“ ist ungefähr gezeichnet.",[10,27,28],{},"Zwei Einschränkungen gehören dazu. Erstens sind Kanzleien mit weniger als 20 Beschäftigten in dieser Umfrage nicht enthalten. Zweitens fragt Bitkom nach der Einschätzung der Unternehmen. Wie oft es in einer einzelnen Kanzlei passiert, sagt die Zahl nicht. Sie zeigt nur, dass private Zugänge zur Arbeit gehören können, auch wenn es keine Regel dafür gibt.",[14,30,32],{"id":31},"was-die-verschwiegenheit-damit-zu-tun-hat","Was die Verschwiegenheit damit zu tun hat",[10,34,35],{},"Für Steuerberater ist das Thema heikler als für andere Betriebe. Nach § 57 Absatz 1 des Steuerberatungsgesetzes haben sie ihren Beruf verschwiegen auszuüben. Die Verschwiegenheitspflicht bezieht sich auf alles, was in Ausübung des Berufs bekannt geworden ist. Sie gilt nicht für Tatsachen, die offenkundig sind oder ihrer Bedeutung nach keiner Geheimhaltung bedürfen.",[10,37,38],{},"Das Strafrecht kommt dazu. Nach § 203 Absatz 1 des Strafgesetzbuchs wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft, wer unbefugt ein fremdes Geheimnis offenbart, das ihm als Steuerberater oder Steuerbevollmächtigtem anvertraut oder sonst bekannt geworden ist. Handelt der Täter gegen Entgelt oder in der Absicht, sich oder einen anderen zu bereichern oder zu schädigen, sind es nach Absatz 6 bis zu zwei Jahre. Absatz 4 stellt auch das unbefugte Offenbaren durch mitwirkende Personen unter Strafe. Ebenso strafbar ist, wer als Berufsträger nicht dafür Sorge getragen hat, dass eine sonstige mitwirkende Person zur Geheimhaltung verpflichtet wurde.",[10,40,41],{},"Ob in einem bestimmten Fall ein „Offenbaren“ vorliegt, ist eine Rechtsfrage, die vom Sachverhalt abhängt, und dieser Leitfaden beantwortet sie nicht. Die BStBK ist in ihrer Einschätzung deutlich. Auf die Frage, ob man dulden darf, dass Mitarbeitende für dienstliche Zwecke ihre private KI einsetzen, antwortet sie in ihrem FAQ zu KI: Nein, das sei unzulässig. Es berge die Gefahr, dass Mandantendaten ungewollt das Kanzleiumfeld verlassen, und entsprechende Verstöße gegen die Verschwiegenheitspflicht oder den Datenschutz könnten im Rahmen der Berufsaufsicht geahndet werden.",[14,43,45],{"id":44},"was-62-und-62a-verlangen","Was § 62 und § 62a verlangen",[10,47,48],{},"Zwei weitere Vorschriften sind hier wichtig. § 62 des Steuerberatungsgesetzes verpflichtet Steuerberater, die von ihnen beschäftigten Personen in Textform zur Verschwiegenheit zu verpflichten und sie über die strafrechtlichen Folgen einer Pflichtverletzung zu belehren. Außerdem müssen sie in geeigneter Weise auf die Einhaltung der Pflicht hinwirken. Das gilt unabhängig von KI, ist aber der Rahmen, in dem eine Kanzlei Regeln für KI aufstellt.",[10,50,51],{},"§ 62a regelt, wann Dienstleister Zugang zu geschützten Tatsachen erhalten dürfen. Der Dienstleister ist sorgfältig auszuwählen, der Vertrag braucht die Textform und muss unter anderem eine Verpflichtung zur Verschwiegenheit unter Belehrung über die strafrechtlichen Folgen enthalten. Bei Dienstleistungen im Ausland muss der Schutz der Geheimnisse dem im Inland vergleichbar sein. Dient die Dienstleistung unmittelbar einem einzelnen Mandat, ist grundsätzlich die Einwilligung des Mandanten nötig. Die BStBK wendet diese Vorschrift in ihrem FAQ auch auf KI-Anbieter an und weist darauf hin, dass sich nicht zweifelsfrei beantworten lasse, ob die Ausnahme für den Einzelfall bei Diensten wie ChatGPT greift. Ihre Folgerung: Ohne Einwilligung des Mandanten dürfen grundsätzlich keine Daten eingegeben werden, die Rückschlüsse auf Mandanten zulassen. Die Ausnahme ist § 62a mit einem Vertrag nach Absatz 3. Wo keine Einwilligung vorliegt, seien Daten zu anonymisieren oder zu pseudonymisieren.",[10,53,54],{},"Ein privater Zugang einer Mitarbeiterin ist kein Vertrag, den die Kanzlei selbst ausgewählt und nach diesen Maßstäben geschlossen hat. Darin liegt der Kern des Problems.",[56,57],"stoerer-kanzki",{},[14,59,61],{"id":60},"was-die-bstbk-empfiehlt","Was die BStBK empfiehlt",[10,63,64],{},"Das FAQ der BStBK mit Stand vom 27. Januar 2026 nennt mehrere Bausteine, die zusammengehören:",[66,67,68,76,82,88,94,100],"ul",{},[69,70,71,75],"li",{},[72,73,74],"strong",{},"Eine KI-Richtlinie:"," Sie legt fest, ob, wo und wie KI-Anwendungen im Arbeitsalltag genutzt werden dürfen, welche Arten von Daten verarbeitet werden dürfen und welche Anwendungen genehmigt sind. Sie soll gespeichert und für alle jederzeit verfügbar sein.",[69,77,78,81],{},[72,79,80],{},"Einen Freigabeprozess:"," Neue KI-Werkzeuge werden vor der Einführung geprüft und freigegeben, zum Beispiel durch die Kanzleileitung. Eigenmächtige Installationen und die Nutzung privater KI-Konten für Kanzleizwecke werden untersagt.",[69,83,84,87],{},[72,85,86],{},"Betriebliche Zugänge statt privater:"," Für die berufliche Nutzung sollen Konten und Geräte der Kanzlei bereitgestellt werden, damit die Kanzlei die Kontrolle über die eingegebenen Daten behält.",[69,89,90,93],{},[72,91,92],{},"Nur freigegebene Dienste:"," Öffentlich zugängliche Dienste wie ChatGPT oder Claude sollen vermieden werden, sofern sie nicht ausdrücklich für den Kanzleibetrieb freigegeben wurden.",[69,95,96,99],{},[72,97,98],{},"Schulung und offene Rückmeldung:"," Das Team lernt die Grundlagen von KI und kann Erfahrungen offen mitteilen, damit Probleme früh auffallen.",[69,101,102,105],{},[72,103,104],{},"Ein Verzeichnis aller KI-Einsätze:"," Jedes Werkzeug und jeder Anwendungsfall bekommt eine Zeile. So lässt sich laut BStBK Schatten-KI vermeiden und jederzeit erklären, wofür KI eingesetzt wird.",[10,107,108],{},"Eine gesetzliche Pflicht, einen KI-Beauftragten zu bestellen, gibt es nach dem FAQ nicht. Eine interne Ansprechperson für KI-Fragen kann nach Einschätzung der BStBK aber sinnvoll sein.",[10,110,111],{},"Auffällig ist, dass die BStBK nicht beim Verbot stehen bleibt. Sie schreibt ausdrücklich, die Nutzung von KI solle allen Mitarbeitenden zur Verfügung stehen. Wer private Zugänge untersagt, ohne einen freigegebenen Zugang anzubieten, lässt die Frage offen, womit die Fachkraft den langen Brief vom Finanzamt dann beantworten soll.",[14,113,115],{"id":114},"wo-kanzki-einzuordnen-ist","Wo KanzKI einzuordnen ist",[10,117,118],{},"KanzKI ist ein solcher freigegebener Zugang. Ihre Daten bleiben auf Ihrem eigenen Server in Deutschland und werden nicht zum KI-Training verwendet. Das ersetzt weder die Richtlinie noch die Verpflichtung des Teams, es gibt der Kanzlei aber einen Zugang, den sie selbst ausgewählt hat. Ob er für Ihre Kanzlei der richtige ist, entscheiden Sie anhand Ihrer eigenen Anforderungen.",{"title":120,"searchDepth":121,"depth":121,"links":122},"",2,[123,124,125,126,127],{"id":16,"depth":121,"text":17},{"id":31,"depth":121,"text":32},{"id":44,"depth":121,"text":45},{"id":60,"depth":121,"text":61},{"id":114,"depth":121,"text":115},"berufsrecht","2026-10-01","Was Schatten-KI in einer Steuerkanzlei bedeutet, was Verschwiegenheit und Strafrecht dazu sagen und welche Regeln die Bundessteuerberaterkammer empfiehlt.","md",null,"schatten ki",{},true,"\u002Fwissen\u002Fschatten-ki",{"title":5,"description":130},[139,142,145,148,151,154],{"title":140,"url":141},"Bitkom: Beschäftigte nutzen vermehrt Schatten-KI (Presseinformation vom 21.10.2025)","https:\u002F\u002Fwww.bitkom.org\u002FPresse\u002FPresseinformation\u002FBeschaeftigte-nutzen-Schatten-KI",{"title":143,"url":144},"BStBK: FAQ KI im steuerberatenden Berufsstand (Stand 27. Januar 2026)","https:\u002F\u002Fwww.bstbk.de\u002Fdownloads\u002Fbstbk\u002Fdigitalisierung\u002FBStBK_FAQ-KI_end.pdf",{"title":146,"url":147},"§ 57 StBerG: Allgemeine Berufspflichten","https:\u002F\u002Fwww.gesetze-im-internet.de\u002Fstberg\u002F__57.html",{"title":149,"url":150},"§ 62 StBerG: Verschwiegenheitspflicht beschäftigter Personen","https:\u002F\u002Fwww.gesetze-im-internet.de\u002Fstberg\u002F__62.html",{"title":152,"url":153},"§ 62a StBerG: Inanspruchnahme von Dienstleistungen","https:\u002F\u002Fwww.gesetze-im-internet.de\u002Fstberg\u002F__62a.html",{"title":155,"url":156},"§ 203 StGB: Verletzung von Privatgeheimnissen","https:\u002F\u002Fwww.gesetze-im-internet.de\u002Fstgb\u002F__203.html","wissen\u002Fschatten-ki","Du6tJSVsJ2o83eMmURVx8rvj3TcwzspuU41iVMDqrDk",[160,329,485],{"id":161,"title":162,"body":163,"cluster":128,"date":312,"description":313,"extension":131,"image":132,"keyword":314,"meta":315,"navigation":135,"path":316,"reviewedBy":132,"screenshots":132,"seo":317,"sources":318,"stem":327,"updated":132,"__hash__":328},"wissen\u002Fwissen\u002Fopenai-eu-datenresidenz.md","Datenresidenz bei OpenAI: Was die Europa-Region für Steuerkanzleien bedeutet",{"type":7,"value":164,"toc":303},[165,168,172,175,178,182,185,188,191,194,197,203,207,210,213,216,219,223,232,235,239,242,245,248,252,255,276,279,281,285,290,293,296],[10,166,167],{},"Wer in einer Steuerkanzlei über ein KI-Modell von OpenAI nachdenkt, stößt früher oder später auf das Wort „Datenresidenz“ und auf den Satz, OpenAI biete eine „Europa-Region“ an. Beides klingt beruhigend, und beides ist erklärungsbedürftig: Was genau bleibt in Europa, was nicht, und reicht das für eine Kanzlei, die Berufsgeheimnisse verwaltet? Dieser Leitfaden erklärt den Begriff in Alltagssprache, benennt, was die Europa-Region nicht ändert, und zeigt, mit welchen drei Fragen eine Kanzlei jeden Anbieter prüfen kann. Stand ist Oktober 2026; die Quellen sind die Angaben von OpenAI selbst, das Steuerberatungsgesetz und das FAQ der Bundessteuerberaterkammer.",[14,169,171],{"id":170},"was-datenresidenz-heißt","Was „Datenresidenz“ heißt",[10,173,174],{},"Wenn Sie einem KI-Assistenten eine Frage stellen, passiert dreierlei: Die Frage wird irgendwohin geschickt, dort beantwortet, und etwas davon wird irgendwo abgelegt, und sei es nur für kurze Zeit. „Datenresidenz“ beschreibt, wo das geschieht. Gemeint ist der Ort der Rechenzentren, in denen ein Anbieter Ihre Eingaben entgegennimmt, verarbeitet und speichert.",[10,176,177],{},"Bei OpenAI gibt es dafür Regionen. Die Voreinstellung ist die der USA. Für Geschäftskunden bietet OpenAI daneben eine Europa-Region an, die den Europäischen Wirtschaftsraum und die Schweiz umfasst. Nach OpenAIs eigener Beschreibung gilt für diese Region beides: Was gespeichert wird, liegt in Europa, und die Antwort wird auch in Europa berechnet. Das ist nicht selbstverständlich. Für einige andere Regionen sichert OpenAI nur die Speicherung zu, die Verarbeitung kann dann außerhalb stattfinden. Dazu kommt ein technisches Detail mit praktischer Bedeutung: Die verschlüsselte Verbindung von Ihrem Server zu OpenAI endet bei der Europa-Region in Europa. Erst dort wird Ihre Frage entschlüsselt; auf dem Weg dorthin ist sie für niemanden lesbar.",[14,179,181],{"id":180},"sitz-vertragspartner-verarbeitungsort-drei-verschiedene-dinge","Sitz, Vertragspartner, Verarbeitungsort: drei verschiedene Dinge",[10,183,184],{},"Vieles an der Diskussion um amerikanische Anbieter wird klarer, wenn man drei Fragen auseinanderhält, die im Alltag gern in eine fallen.",[10,186,187],{},"Erstens: Wo sitzt das Unternehmen? OpenAI ist ein amerikanisches Unternehmen mit Sitz in San Francisco. Daran ändert keine Region etwas.",[10,189,190],{},"Zweitens: Mit wem schließt die Kanzlei den Vertrag? Für Personen im Europäischen Wirtschaftsraum und in der Schweiz nennt OpenAIs Datenschutzerklärung die OpenAI Ireland Limited mit Sitz in Dublin als verantwortliche Stelle: eine Tochter der amerikanischen Mutter, aber eine Gesellschaft nach europäischem Recht, beaufsichtigt von der irischen Datenschutzbehörde.",[10,192,193],{},"Drittens: Wo wird gearbeitet? Das ist die Frage der Datenresidenz. Mit der Europa-Region werden Ihre Fragen in Rechenzentren im Europäischen Wirtschaftsraum beantwortet und, soweit überhaupt etwas gespeichert wird, dort gespeichert.",[10,195,196],{},"Alle drei Antworten gehören in eine Prüfung, und alle drei stehen am Ende in der Vereinbarung über die Auftragsverarbeitung. Ein Anbieter, der nur den Firmensitz nennt oder nur den Serverstandort, beantwortet zwei Drittel der Frage nicht.",[198,199],"schaubild-ablauf",{":steps":200,"aside":201,"caption":202},"[{\"label\":\"Server der Kanzlei\",\"text\":\"Ihre Frage und die Auszüge aus den Unterlagen, die zur Antwort nötig sind, verlassen den eigenen Server der Kanzlei verschlüsselt.\"},{\"label\":\"Europäische Adresse\",\"text\":\"Die Verbindung endet in Europa. Dort wird die Frage entschlüsselt und in einem Rechenzentrum im Europäischen Wirtschaftsraum beantwortet.\"},{\"label\":\"Antwort\",\"text\":\"Die Antwort geht zurück auf den Server der Kanzlei und wird dort gespeichert, nicht bei OpenAI.\"},{\"label\":\"Nichts bleibt\",\"text\":\"Mit Zero Data Retention landen Frage und Antwort bei OpenAI nicht in Protokollen, sind für Mitarbeiter nicht einsehbar und werden nicht zum Training verwendet.\"}]","Nicht erfasst sind Konto- und Nutzungsdaten ohne Inhalt sowie ein verschlüsselter Zwischenspeicher, der nach spätestens 24 Stunden verfällt.","Der Weg einer Frage in der Europa-Region von OpenAI, nach den Angaben von OpenAI (Data controls, Stand Oktober 2026) und so, wie KanzKI ihn nutzt.",[14,204,206],{"id":205},"was-die-europa-region-nicht-ändert","Was die Europa-Region nicht ändert",[10,208,209],{},"Drei Dinge bleiben, wie sie sind, und OpenAI schreibt sie selbst.",[10,211,212],{},"Die Region gilt für Inhalte, nicht für Verwaltungsdaten. Kontodaten, Abrechnungsmengen, Nutzungsstatistiken und Supportanfragen nimmt OpenAI ausdrücklich von der Datenresidenz aus. Das sind Angaben darüber, dass und wie viel ein Konto genutzt wurde, nicht, was gefragt wurde. Für den Schutz von Mandantengeheimnissen ist der Unterschied entscheidend, für eine vollständige Prüfung gehört er trotzdem auf den Tisch.",[10,214,215],{},"Die Muttergesellschaft bleibt amerikanisch. OpenAIs Datenschutzerklärung für den Europäischen Wirtschaftsraum sagt offen, dass personenbezogene Daten auch auf Servern außerhalb Europas verarbeitet werden können, und stützt solche Übermittlungen auf Angemessenheitsbeschlüsse der Europäischen Kommission und auf die EU-Standardvertragsklauseln. Für die Inhalte von Geschäftskunden verweist sie auf die Kundenverträge; wer sicher gehen will, braucht die Zusage zur Verarbeitung in Europa deshalb dort, im Vertrag, nicht nur in einer Datenschutzerklärung.",[10,217,218],{},"Und: Datenresidenz sagt nichts darüber, wie lange etwas aufbewahrt wird. Ohne weitere Vereinbarung bewahrt OpenAI Eingaben bis zu 30 Tage in Protokollen zur Missbrauchskontrolle auf, in Europa, aber eben auf. Zum Training werden Eingaben von Geschäftskunden seit dem 1. März 2023 nicht mehr verwendet. „Wo“ und „wie lange“ sind zwei verschiedene Fragen.",[14,220,222],{"id":221},"warum-man-die-europa-region-nicht-einfach-anklickt","Warum man die Europa-Region nicht einfach anklickt",[10,224,225,226,231],{},"Wer die Europa-Region nutzen will, kann sie nicht wie eine Einstellung im Konto umlegen. OpenAI richtet die Verarbeitung in Europa nach eigener Beschreibung nur für Kunden ein, die zuvor für eine eingeschränkte Missbrauchskontrolle freigegeben wurden und eine Zusatzvereinbarung zur Aufbewahrung unterschrieben haben. Die Verarbeitung in Europa setzt außerdem eine der strengeren Aufbewahrungsregeln voraus, zum Beispiel die Vereinbarung „Zero Data Retention“, nach der Fragen und Antworten nach der Beantwortung nicht gespeichert werden. Auch diese Vereinbarung gibt es nur nach vorheriger Prüfung und Freigabe durch OpenAI. Was sie im Einzelnen zusagt und wo ihre Grenzen liegen, erklärt der Leitfaden ",[227,228,230],"a",{"href":229},"\u002Fwissen\u002Fzero-data-retention","Zero Data Retention: Was die Zusage bedeutet",".",[10,233,234],{},"Für eine Kanzlei heißt das: Ein Anbieter, der OpenAI nutzt, hat die Europa-Region nicht automatisch. Entweder sein Konto ist dafür freigegeben, dann kann er das belegen, oder die Fragen der Kanzlei laufen über die Voreinstellung, also die USA.",[14,236,238],{"id":237},"was-das-berufsrecht-dazu-sagt","Was das Berufsrecht dazu sagt",[10,240,241],{},"Für Steuerberater ist der Ort der Verarbeitung keine Geschmacksfrage. § 62a des Steuerberatungsgesetzes regelt, unter welchen Bedingungen Dienstleister Zugang zu fremden Geheimnissen bekommen dürfen. Der Dienstleister ist sorgfältig auszuwählen, der Vertrag braucht die Textform und muss den Dienstleister unter Belehrung über die strafrechtlichen Folgen zur Verschwiegenheit verpflichten. Absatz 4 betrifft genau den Fall dieses Leitfadens: Bei Dienstleistungen im Ausland darf der Zugang zu fremden Geheimnissen nur eröffnet werden, wenn der Schutz der Geheimnisse dort dem Schutz im Inland vergleichbar ist, es sei denn, der Schutz der Geheimnisse gebietet das nicht.",[10,243,244],{},"Die Bundessteuerberaterkammer wendet diese Vorschrift in ihrem FAQ zu KI ausdrücklich auf KI-Anbieter an. Unter der Frage, wo die Daten verarbeitet werden sollten, schreibt sie: Bei Anbietern außerhalb der EU, etwa in den USA, finde ein Datentransfer in Drittländer statt, der nur mit einem anerkannten Datenschutzniveau oder anderen Sicherungen wie Standardvertragsklauseln zulässig sei. OpenAI sei, Stand Juli 2025, nicht unter dem EU-US Data Privacy Framework zertifiziert, weshalb weitere Schutzmaßnahmen nötig seien; ob ein ausländischer Anbieter ein dem deutschen Berufsgeheimnis vergleichbares Schutzniveau biete, sei häufig unklar, und § 62a Absatz 4 verlange dann besondere Vorkehrungen. Die Empfehlung der Kammer: europäische KI-Anbieter oder solche mit Rechenzentren in der EU bevorzugen. Wer dennoch auf Dienste in den USA zurückgreift, solle vorab prüfen, ob der Anbieter vertraglich zusichert, die DSGVO einzuhalten, und ob eine Auftragsverarbeitung vereinbart werden kann.",[10,246,247],{},"Genau hier setzt die Europa-Region an: Sie ist der Weg, einen amerikanischen Anbieter mit Rechenzentren in der EU zu nutzen, mit einer Zusatzvereinbarung, in der die Zusagen stehen. Ob das im eigenen Fall genügt, prüft jede Kanzlei selbst; dieser Leitfaden ist keine Rechtsberatung, und die Entscheidung nach § 62a nimmt Ihnen kein Anbieter ab.",[14,249,251],{"id":250},"drei-fragen-an-jeden-anbieter","Drei Fragen an jeden Anbieter",[10,253,254],{},"Daraus ergibt sich eine kurze Prüfliste, die für jeden KI-Dienst taugt, nicht nur für OpenAI.",[256,257,258,264,270],"ol",{},[69,259,260,263],{},[72,261,262],{},"Wo wird meine Frage beantwortet?"," Nicht „wo stehen die Server“, sondern: Wo wird gerechnet, und wo endet die verschlüsselte Verbindung? Wer nur die Speicherung in Europa zusichert, hat die Frage noch nicht beantwortet.",[69,265,266,269],{},[72,267,268],{},"Wer ist mein Vertragspartner?"," Eine Gesellschaft nach europäischem Recht mit Namen und Anschrift, oder die amerikanische Mutter? Und wer ist der Unterauftragsverarbeiter, wenn der Anbieter selbst ein Modell von OpenAI nutzt?",[69,271,272,275],{},[72,273,274],{},"Steht beides in meiner Vereinbarung über die Auftragsverarbeitung, mit Namen?"," Firma, Verarbeitungsort, Aufbewahrungsdauer, die Ausnahmen und die Regel für den Fall, dass doch etwas die EU verlässt. Was nur auf einer Website steht, ist keine Zusage an Ihre Kanzlei.",[10,277,278],{},"Wer auf alle drei Fragen eine Antwort mit Namen bekommt, hat die Grundlage für die Prüfung nach § 62a in der Hand.",[56,280],{},[14,282,284],{"id":283},"wie-kanzki-es-hält","Wie KanzKI es hält",[10,286,287],{},[72,288,289],{},"Zero Data Retention bei KanzKI: Mistral ✅ OpenAI ✅",[10,291,292],{},"KanzKI arbeitet voreingestellt mit dem europäischen Modell von Mistral. Ob stattdessen OpenAI antwortet, entscheidet die Kanzlei selbst, unter Verwaltung → KI-Modell, und sie kann die Wahl jederzeit mit einem Klick zurücknehmen. Wählt sie OpenAI, gelten die drei Antworten aus diesem Leitfaden in der strengsten Form, die OpenAI anbietet.",[10,294,295],{},"Erstens ruft KanzKI ausschließlich die europäische Adresse von OpenAI auf; einen anderen Weg gibt es in der Anwendung nicht, und vor dem Speichern der Wahl prüft KanzKI die Verbindung einmal echt. Zweitens gilt für das Konto, über das KanzKI mit OpenAI spricht, die Vereinbarung Zero Data Retention: Fragen und Antworten werden nach der Beantwortung nicht gespeichert, sind für Mitarbeiter von OpenAI nicht einsehbar und werden nicht zum Training verwendet. Drittens steht all das in Ihrer Vereinbarung über die Auftragsverarbeitung. Beim Wechsel zeigt KanzKI die Ergänzung in der Fassung 1.5: OpenAI Ireland Ltd. wird mit Namen als Unterauftragsverarbeiter aufgenommen, mit dem Hinweis auf die Muttergesellschaft in den USA, der Verarbeitung in Rechenzentren im Europäischen Wirtschaftsraum, der Zusage Zero Data Retention samt ihren Ausnahmen und den EU-Standardvertragsklauseln als Rückfall, falls doch einmal etwas an die Muttergesellschaft geht, etwa im Support. Die Kanzlei bestätigt die Fassung mit einem Klick, mit Datum und Namen.",[10,297,298,299,231],{},"Ihre Dokumente bleiben dabei, wie immer, auf Ihrem eigenen Server in Deutschland. Texterkennung und die Suche in den Unterlagen erledigt weiter der europäische Anbieter; an OpenAI gehen je Frage nur die Frage selbst und die Auszüge, die zur Antwort nötig sind. Warum KanzKI OpenAI überhaupt anbietet und wie sich die Modelle in der Praxis unterscheiden, zeigt der Vergleich ",[227,300,302],{"href":301},"\u002Fwissen\u002Fki-modelle-im-praxistest","KI-Modelle im Vergleich: Welches Modell in KanzKI antwortet und warum",{"title":120,"searchDepth":121,"depth":121,"links":304},[305,306,307,308,309,310,311],{"id":170,"depth":121,"text":171},{"id":180,"depth":121,"text":181},{"id":205,"depth":121,"text":206},{"id":221,"depth":121,"text":222},{"id":237,"depth":121,"text":238},{"id":250,"depth":121,"text":251},{"id":283,"depth":121,"text":284},"2026-10-20","Was Datenresidenz heißt, was die Europa-Region von OpenAI ändert und was nicht, und wie eine Steuerkanzlei das nach § 62a StBerG prüft.","openai eu datenresidenz",{},"\u002Fwissen\u002Fopenai-eu-datenresidenz",{"title":162,"description":313},[319,322,325,326],{"title":320,"url":321},"OpenAI: Data controls in the OpenAI platform (Datenresidenz, Zero Data Retention)","https:\u002F\u002Fdevelopers.openai.com\u002Fapi\u002Fdocs\u002Fguides\u002Fyour-data",{"title":323,"url":324},"OpenAI: Datenschutzerklärung für den EWR und die Schweiz","https:\u002F\u002Fopenai.com\u002Fpolicies\u002Feu-privacy-policy\u002F",{"title":152,"url":153},{"title":143,"url":144},"wissen\u002Fopenai-eu-datenresidenz","7v4qptUOpwTCBIMBxd_3m3UB_tsoxdDvlr9QcJwMuHY",{"id":330,"title":331,"body":332,"cluster":128,"date":312,"description":449,"extension":131,"image":132,"keyword":450,"meta":451,"navigation":135,"path":229,"reviewedBy":132,"screenshots":132,"seo":452,"sources":453,"stem":483,"updated":132,"__hash__":484},"wissen\u002Fwissen\u002Fzero-data-retention.md","Zero Data Retention: Was die Zusage bedeutet und wie Ihre Kanzlei sie prüft",{"type":7,"value":333,"toc":441},[334,337,341,344,347,351,354,357,360,364,367,370,373,376,379,386,390,393,400,404,407,410,417,420,422,424,428],[10,335,336],{},"Wer einem KI-Dienst eine Frage stellt, schickt die Frage an den Anbieter. Steht im Text der Name eines Mandanten, eine Zahl aus seinem Bescheid oder ein Satz aus seinem Schreiben, dann liegt dieses Geheimnis für einen Moment bei einem fremden Unternehmen. Was danach damit geschieht, ist für eine Steuerkanzlei die entscheidende Frage. Die Antwort darauf heißt in der Sprache der Anbieter „Zero Data Retention“, wörtlich: keine Aufbewahrung von Daten. Dieser Leitfaden erklärt, was die Anbieter ohne diese Zusage mit Eingaben tun, was die Zusage abdeckt und was nicht, wie man sie bekommt und woran eine Kanzlei erkennt, ob sie für ihre eigene Software gilt. Für KanzKI ist sie eingerichtet, bei beiden KI-Anbietern, zwischen denen eine Kanzlei wählen kann; was das genau heißt, steht am Ende.",[14,338,340],{"id":339},"was-ein-anbieter-mit-einer-eingabe-normalerweise-tut","Was ein Anbieter mit einer Eingabe normalerweise tut",[10,342,343],{},"Die drei großen Anbieter beschreiben in ihren eigenen Unterlagen, was mit Eingaben von Geschäftskunden geschieht, Stand Oktober 2026. Bei OpenAI werden für jede Nutzung Protokolle zur Kontrolle von Missbrauch angelegt und bis zu 30 Tage aufbewahrt, länger nur, wenn ein Gesetz das verlangt oder es zum Schutz vor Schaden nötig ist. Mistral nennt in seiner Datenschutzerklärung ebenfalls 30 Tage zur Kontrolle von Missbrauch. Anthropic löscht Eingaben und Antworten innerhalb von 30 Tagen; Inhalte, die wegen eines Verstoßes gegen die Nutzungsregeln gemeldet wurden, bleiben bis zu zwei Jahre.",[10,345,346],{},"Hinter dem Wort „Missbrauchskontrolle“ steht ein einfacher Gedanke. Der Anbieter will erkennen, wenn jemand seinen Dienst für Betrug, Schadprogramme oder verbotene Inhalte nutzt. Dafür hebt er die Eingaben eine Zeit lang auf und prüft sie, im Verdachtsfall auch durch Menschen. Diese Protokolle sind also dazu da, gelesen zu werden. Für die meisten Kunden ist das unproblematisch. Für einen Berufsgeheimnisträger heißt es: Ein Schreiben, das er heute hineinkopiert, kann bis zu einem Monat lang auf den Rechnern eines Anbieters liegen, und die Mitarbeiter des Anbieters können es im Rahmen dieser Kontrolle einsehen.",[14,348,350],{"id":349},"training-und-speicherung-sind-zwei-verschiedene-dinge","Training und Speicherung sind zwei verschiedene Dinge",[10,352,353],{},"Zwei Fragen werden in Gesprächen über KI regelmäßig verwechselt. Die erste lautet: Lernt das Modell aus meinen Eingaben? Die zweite: Liegt meine Eingabe beim Anbieter?",[10,355,356],{},"Zur ersten Frage haben die Anbieter für Geschäftskunden eine klare Antwort. OpenAI verwendet Eingaben über die Schnittstelle für Geschäftskunden seit dem 1. März 2023 nicht mehr zum Training, es sei denn, der Kunde stimmt dem ausdrücklich zu. Anthropic trainiert standardmäßig nicht mit Daten von Geschäftskunden. Bei Mistral lässt sich die Verwendung zum Training beim bezahlten Zugang abschalten. Wer eine der Werbeaussagen „kein Training mit Ihren Daten“ liest, bekommt also etwas Richtiges gesagt, aber nur die Antwort auf die erste Frage.",[10,358,359],{},"Die zweite Frage bleibt davon unberührt. Ein Modell, das nicht aus Ihren Eingaben lernt, kann trotzdem bei einem Anbieter liegen, dessen Mitarbeiter sie zur Missbrauchskontrolle lesen dürfen. Für die Verschwiegenheit nach § 62a des Steuerberatungsgesetzes und § 203 des Strafgesetzbuchs ist die zweite Frage die wichtigere: Nicht das Lernen des Modells ist das Problem, sondern dass ein Geheimnis bei einem Dritten liegt und dort gelesen werden kann. Genau an dieser Stelle setzt Zero Data Retention an.",[14,361,363],{"id":362},"was-zero-data-retention-zusagt","Was Zero Data Retention zusagt",[10,365,366],{},"Mit der Vereinbarung Zero Data Retention sagt der Anbieter zu, dass Eingaben und Antworten nach der Beantwortung nicht gespeichert werden. Bei OpenAI heißt das nach der eigenen Beschreibung: Die Inhalte landen nicht in den Protokollen zur Missbrauchskontrolle, die sonst bis zu 30 Tage aufbewahrt werden, sie sind für Mitarbeiter von OpenAI nicht einsehbar, und sie werden nicht zum Training verwendet. Die Einstellung, mit der ein Kunde seine Unterhaltungen beim Anbieter ablegen könnte, ist unter dieser Vereinbarung dauerhaft aus; auch wer sie versehentlich einschaltet, speichert nichts. Anthropic beschreibt seine Fassung ähnlich: Eingaben und Antworten werden nach der Beantwortung nicht mehr aufbewahrt. Mistral schreibt, dass Eingaben und Antworten über die freigegebenen Zugänge nicht über das hinaus behalten werden, was nötig ist, um die Antwort zu liefern.",[10,368,369],{},"Ehrlich ist die Zusage nur mit ihren Grenzen. Drei Dinge deckt sie nicht ab, und ein Anbieter, der sie verschweigt, verspricht mehr, als er halten kann.",[10,371,372],{},"Erstens Konto- und Nutzungsdaten ohne Inhalt. Dass eine Anfrage stattgefunden hat, wann, mit welchem Umfang und unter welchem Konto, hält der Anbieter weiter fest, schon für die Abrechnung. Der Inhalt der Frage gehört nicht dazu.",[10,374,375],{},"Zweitens ein Zwischenspeicher für die Dauer der Verarbeitung. OpenAI beschreibt einen verschlüsselten Zwischenspeicher auf den Rechnern, die die Antwort erzeugen; er beschleunigt Folgefragen und verfällt spätestens nach 24 Stunden. Das ist keine Ablage, die ein Mitarbeiter öffnen könnte, aber es ist auch nicht „null“, und ein sauberer Vertrag nennt es.",[10,377,378],{},"Drittens die Prüfung von Bildern. Wer dem Modell Bilder schickt, muss wissen, dass OpenAI jedes Bild beim Eingang auf Darstellungen von Kindesmissbrauch prüft und ein auffälliges Bild auch unter Zero Data Retention zur Prüfung durch Menschen aufhebt. Eine Anwendung, die dem Modell nur Text schickt, ist davon nicht betroffen.",[380,381],"schaubild-vergleich",{":left":382,":right":383,"caption":384,"note":385},"{\"title\":\"Ohne die Vereinbarung\",\"lead\":\"Standard für Geschäftskunden\",\"points\":[\"Eingabe und Antwort liegen bis zu 30 Tage in Protokollen zur Missbrauchskontrolle, bei Anthropic gemeldete Inhalte bis zu zwei Jahre.\",\"Mitarbeiter des Anbieters können die Inhalte im Rahmen dieser Kontrolle einsehen.\",\"Training mit den Eingaben: bei OpenAI und Anthropic standardmäßig nicht, bei Mistral abschaltbar.\"]}","{\"title\":\"Mit Zero Data Retention\",\"lead\":\"So arbeitet KanzKI, bei Mistral ✅ wie bei OpenAI ✅\",\"points\":[\"Eingabe und Antwort werden nach der Beantwortung nicht gespeichert und landen nicht in den Protokollen.\",\"Für Mitarbeiter des Anbieters nicht einsehbar, kein Training.\",\"Bleibt: Konto- und Nutzungsdaten ohne Inhalt, bei OpenAI ein verschlüsselter Zwischenspeicher bis 24 Stunden und die Prüfung von Bildern (KanzKI schickt nur Text).\",\"Gibt es nur nach Freigabe durch den Anbieter. Für KanzKI ist sie bei beiden Anbietern eingerichtet und steht in der Anlage zum Auftragsverarbeitungsvertrag.\"]}","Was mit einer Frage an den Anbieter geschieht, nach den Unterlagen von OpenAI, Mistral und Anthropic für Geschäftskunden, Stand Oktober 2026.","Beide Spalten beschreiben, was der KI-Anbieter speichert. Wo die Dokumente der Kanzlei liegen, ist eine andere Frage; bei KanzKI liegen sie auf dem eigenen Server der Kanzlei in Deutschland.",[14,387,389],{"id":388},"wie-man-die-zusage-bekommt","Wie man die Zusage bekommt",[10,391,392],{},"Zero Data Retention ist kein Häkchen in den Einstellungen. Bei OpenAI gibt es die Vereinbarung nur nach vorheriger Freigabe durch OpenAI und nach Annahme zusätzlicher Bedingungen; der Weg führt über den Vertrieb. Mistral verlangt einen Antrag mit einer Begründung, warum der Kunde die Zusage braucht, prüft jeden Antrag und bewilligt oder lehnt ihn nach eigenem Ermessen ab; ein bezahlter Zugang ist Voraussetzung. Anthropic richtet die Vereinbarung auf Anfrage beim Vertrieb ein, getrennt für jede Organisation eines Kunden.",[10,394,395,396,231],{},"Das hat eine praktische Folge für Kanzleien. Wer das normale ChatGPT oder das normale Claude nutzt, so wie jeder sie im Netz öffnen kann, hat diese Vereinbarung nicht und kann sie dort auch nicht bekommen. Die Zusage gilt für Zugänge, die ein Unternehmen als Geschäftskunde eingerichtet hat, nach Prüfung durch den Anbieter. Eine Kanzlei mit fünf Mitarbeitern wird diesen Weg selten selbst gehen, und sie muss es auch nicht: Die Prüfung ist Sache des Unternehmens, das der Kanzlei die Software liefert. Von ihm darf die Kanzlei zwei Dinge verlangen: dass die Vereinbarung mit jedem KI-Anbieter, der Mandantendaten zu sehen bekommt, tatsächlich eingerichtet ist, und dass sie im Vertrag mit der Kanzlei steht, nicht nur auf einer Werbeseite. Bei KanzKI ist beides der Fall: Die Zusage ist für Mistral und für OpenAI eingerichtet und steht mit beiden Namen im ",[227,397,399],{"href":398},"\u002Favv","Vertrag zur Auftragsverarbeitung",[14,401,403],{"id":402},"wie-sie-das-in-ihrer-kanzlei-prüfen","Wie Sie das in Ihrer Kanzlei prüfen",[10,405,406],{},"Der erste Ort ist der Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Artikel 28 der Datenschutz-Grundverordnung. Ein Unternehmen, das für die Kanzlei Daten verarbeitet, darf weitere Unternehmen nur mit Genehmigung der Kanzlei einschalten; deshalb führt ein ordentlicher Vertrag seine Unterauftragsverarbeiter in einer Anlage auf. Dort muss der KI-Anbieter mit Namen und Sitz stehen, und daneben gehört die Zusage: keine Speicherung von Eingaben und Antworten, keine Einsicht durch Mitarbeiter des Anbieters, kein Training. Fehlt der KI-Anbieter in der Liste, verarbeitet er Ihre Daten entweder nicht, oder der Vertrag verschweigt es. Beides sollten Sie klären, bevor die erste Mandantenakte hochgeladen wird.",[10,408,409],{},"Der zweite Ort ist das Berufsrecht. § 62a des Steuerberatungsgesetzes erlaubt, Dienstleistern den Zugang zu fremden Geheimnissen zu eröffnen, verlangt dafür aber einen Vertrag in Textform, der den Dienstleister unter Belehrung über die strafrechtlichen Folgen zur Verschwiegenheit verpflichtet. Absatz 4 regelt den Fall, dass die Dienstleistung im Ausland erbracht wird: Dann darf der Zugang nur eröffnet werden, wenn der Schutz der Geheimnisse dort dem im Inland vergleichbar ist, es sei denn, der Schutz der Geheimnisse gebietet das nicht. Ein KI-Anbieter mit Sitz in Paris oder ein Anbieter aus den USA, der für die Kanzlei in Europa verarbeitet, ist ein solcher Fall. Wie die Vergleichbarkeit im Einzelnen zu beurteilen ist, prüft jede Kanzlei selbst; dieser Leitfaden ersetzt die Prüfung nicht.",[10,411,412,413,416],{},"Die Bundessteuerberaterkammer gibt in ihrem FAQ zu KI eine Richtung vor. Bei Anbietern außerhalb der EU finde ein Datentransfer in Drittländer statt; sie empfiehlt, europäische KI-Anbieter oder solche mit Rechenzentren in der EU zu bevorzugen. Damit sind zwei Fragen zu stellen, die zusammengehören. Die erste: Wo wird verarbeitet? Das ist die Frage nach der Datenresidenz, die wir in einem eigenen Leitfaden zur ",[227,414,415],{"href":316},"Europa-Region von OpenAI"," behandeln. Die zweite: Was bleibt nach der Verarbeitung übrig? Das ist Zero Data Retention. Ein Anbieter kann in Europa verarbeiten und trotzdem 30 Tage lang Protokolle führen; er kann Zero Data Retention zusagen und trotzdem in den USA verarbeiten. Für eine Kanzlei zählt erst beides zusammen: Verarbeitung an einem Ort mit vergleichbarem Schutz, und danach nichts, was ein Mitarbeiter des Anbieters lesen könnte.",[10,418,419],{},"Ein dritter Punkt ist kein Vertragstext, sondern eine Frage an den Aufbau der Software: Was bekommt der KI-Anbieter überhaupt zu sehen? Eine Software, die bei jeder Frage das ganze Mandantenarchiv mitschickt, braucht die Zusage dringender als eine, die nur die Frage und die dafür nötigen Auszüge übermittelt. Lassen Sie sich beides erklären, und zwar in Sätzen, die Sie verstehen.",[56,421],{},[14,423,284],{"id":283},[10,425,426],{},[72,427,289],{},[10,429,430,433,434,436,437,440],{},[72,431,432],{},"KanzKI arbeitet mit Zero Data Retention, und zwar bei beiden Anbietern, zwischen denen eine Kanzlei wählen kann:"," bei Mistral aus Frankreich und bei OpenAI über die Europa-Region. Frage und Antwort werden nach der Beantwortung nicht gespeichert, niemand beim Anbieter kann sie einsehen, und sie werden nicht zum Training verwendet. Die Freigabe dafür hat der Anbieter jeweils KanzKI erteilt; Ihre Kanzlei muss nichts beantragen und nichts einstellen. Dazu kommt, was der Anbieter gar nicht erst sieht: Ihre Dokumente liegen auf dem eigenen Server Ihrer Kanzlei in Deutschland, und für eine Antwort bekommt das KI-Modell die Frage und die dafür nötigen Auszüge, nicht das Archiv. An OpenAI geht nur Text, kein Bild; gescannte Belege liest vorher die Texterkennung von Mistral, die unter derselben Zusage läuft, und das Modell bekommt den erkannten Text. Beide Anbieter stehen namentlich in der Anlage zum ",[227,435,399],{"href":398},", zusammen mit der Zusage und ihren Grenzen, und die Kanzlei stimmt der Fassung, die OpenAI nennt, erst zu, wenn sie OpenAI wählt. Welches der beiden Modelle in unserem Test genauer gearbeitet hat und warum KanzKI GPT-5.6 Sol von OpenAI anbietet, steht im ",[227,438,439],{"href":301},"Modellvergleich",". Die Prüfung nach § 62a bleibt Sache Ihrer Kanzlei; die Unterlagen dafür liegen offen.",{"title":120,"searchDepth":121,"depth":121,"links":442},[443,444,445,446,447,448],{"id":339,"depth":121,"text":340},{"id":349,"depth":121,"text":350},{"id":362,"depth":121,"text":363},{"id":388,"depth":121,"text":389},{"id":402,"depth":121,"text":403},{"id":283,"depth":121,"text":284},"Was KI-Anbieter mit Eingaben normalerweise tun, was Zero Data Retention zusagt und was nicht, und wie eine Steuerkanzlei die Zusage im Vertrag nachprüft.","zero data retention",{},{"title":331,"description":449},[454,456,457,460,463,466,469,472,475,478,481,482],{"title":455,"url":321},"OpenAI: Data controls in the OpenAI platform",{"title":323,"url":324},{"title":458,"url":459},"Mistral AI Hilfe: Werden meine Daten zum Training verwendet?","https:\u002F\u002Fhelp.mistral.ai\u002Fen\u002Farticles\u002F347617-do-you-use-my-user-data-to-train-your-artificial-intelligence-models",{"title":461,"url":462},"Mistral AI Hilfe: Wo werden meine Daten gespeichert?","https:\u002F\u002Fhelp.mistral.ai\u002Fen\u002Farticles\u002F347629-where-do-you-store-my-data-or-my-organization-s-data",{"title":464,"url":465},"Mistral AI Hilfe: Zero Data Retention","https:\u002F\u002Fhelp.mistral.ai\u002Fen\u002Farticles\u002F347612-can-i-activate-zero-data-retention-zdr",{"title":467,"url":468},"Mistral AI: Datenschutzerklärung","https:\u002F\u002Flegal.mistral.ai\u002Fterms\u002Fprivacy-policy",{"title":470,"url":471},"Anthropic: Werden meine Daten zum Training verwendet?","https:\u002F\u002Fprivacy.claude.com\u002Fen\u002Farticles\u002F7996868-is-my-data-used-for-model-training",{"title":473,"url":474},"Anthropic: Wie lange werden die Daten meiner Organisation gespeichert?","https:\u002F\u002Fprivacy.claude.com\u002Fen\u002Farticles\u002F7996866-how-long-do-you-store-my-organization-s-data",{"title":476,"url":477},"Anthropic: Zero Data Retention","https:\u002F\u002Fplatform.claude.com\u002Fdocs\u002Fen\u002Fmanage-claude\u002Fapi-and-data-retention",{"title":479,"url":480},"Verordnung (EU) 2016\u002F679 (DSGVO), Artikel 28: Auftragsverarbeiter","https:\u002F\u002Feur-lex.europa.eu\u002Flegal-content\u002FDE\u002FTXT\u002F?uri=CELEX:32016R0679",{"title":152,"url":153},{"title":143,"url":144},"wissen\u002Fzero-data-retention","Y2aAWkcCGka-zgdFVthdXUpbDeqEJbKXVkzSoyiKGzo",{"id":486,"title":487,"body":488,"cluster":128,"date":603,"description":604,"extension":131,"image":132,"keyword":605,"meta":606,"navigation":135,"path":607,"reviewedBy":132,"screenshots":132,"seo":608,"sources":609,"stem":618,"updated":132,"__hash__":619},"wissen\u002Fwissen\u002Fki-kompetenz-pflicht.md","KI-Kompetenz nach Artikel 4: Was seit der Änderung vom Juli 2026 für Kanzleien gilt",{"type":7,"value":489,"toc":596},[490,493,497,500,503,506,511,515,518,521,524,528,531,545,548,552,555,575,578,586,590,593],[10,491,492],{},"Wer sich über die „KI-Schulungspflicht“ informiert, findet viele Texte aus dem Jahr 2025. Sie beschreiben Artikel 4 der europäischen KI-Verordnung in seiner ursprünglichen Fassung. Seit dem 27. Juli 2026 lautet der Artikel anders. Dieser Leitfaden gibt wieder, was jetzt im Gesetz steht, was die Bundesnetzagentur dazu schreibt und was die Bundessteuerberaterkammer (BStBK) für Kanzleien daraus ableitet. Er ersetzt keine rechtliche Prüfung des eigenen Falls.",[14,494,496],{"id":495},"was-sich-im-juli-2026-geändert-hat","Was sich im Juli 2026 geändert hat",[10,498,499],{},"Die Verordnung (EU) 2026\u002F1744 vom 8. Juli 2026, die sogenannte Digital-Omnibus-Verordnung zur KI, wurde am 24. Juli 2026 im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht. Sie ist am dritten Tag nach der Veröffentlichung in Kraft getreten, nach den Angaben im Rechtsportal der EU am 27. Juli 2026. Unter anderem erhält Artikel 4 der KI-Verordnung eine neue Fassung.",[10,501,502],{},"In den Erwägungsgründen beschreibt der Gesetzgeber den Anlass. Nach der bisherigen Fassung seien alle Anbieter und Betreiber von KI-Systemen verpflichtet gewesen, die KI-Kompetenz ihres Personals sicherzustellen. Strenge Verpflichtungen, ein ausreichendes Maß an KI-Kompetenz sicherzustellen, seien aber nicht für alle Arten von Anbietern und Betreibern geeignet. Außerdem verursachten sie insbesondere für kleinere Unternehmen zusätzlichen Aufwand. Deshalb sollen Anbieter und Betreiber nun verpflichtet sein, Maßnahmen zu ergreifen, um die KI-Kompetenz ihres Personals zu fördern.",[10,504,505],{},"Im Wortlaut heißt es in Artikel 4 Absatz 1: Die Anbieter und Betreiber von KI-Systemen ergreifen Maßnahmen, um die Entwicklung der KI-Kompetenz ihres Personals und anderer Personen zu unterstützen, die in ihrem Auftrag mit dem Betrieb und der Nutzung von KI-Systemen befasst sind. Dabei sind technische Kenntnisse, Erfahrung, Aus- und Fortbildung und der Kontext zu berücksichtigen, in dem die KI-Systeme eingesetzt werden, sowie die Personen oder Personengruppen, bei denen sie eingesetzt werden. Ein zweiter Satz stellt klar: Diese Verpflichtung verpflichtet Anbieter oder Betreiber nicht, für irgendeine Person ein bestimmtes Niveau an KI-Kompetenz zu garantieren.",[380,507],{":left":508,":right":509,"caption":510},"{\"title\":\"Bisherige Fassung\",\"lead\":\"sicherstellen\",\"points\":[\"Alle Anbieter und Betreiber von KI-Systemen waren verpflichtet, die KI-Kompetenz ihres Personals sicherzustellen.\",\"Strenge Verpflichtungen dieser Art seien nicht für alle geeignet und verursachten kleineren Unternehmen zusätzlichen Aufwand.\"]}","{\"title\":\"Seit dem 27. Juli 2026\",\"lead\":\"Maßnahmen ergreifen\",\"points\":[\"Anbieter und Betreiber unterstützen die Entwicklung der KI-Kompetenz ihres Personals und anderer Personen, die in ihrem Auftrag mit KI-Systemen befasst sind.\",\"Zu berücksichtigen sind technische Kenntnisse, Erfahrung, Aus- und Fortbildung und der Kontext, in dem die KI-Systeme eingesetzt werden.\",\"Für irgendeine Person ein bestimmtes Niveau an KI-Kompetenz zu garantieren, ist nicht verlangt.\"]}","Artikel 4 der KI-Verordnung vor und nach der Änderung vom Juli 2026, nach dem Gesetzestext und seinen Erwägungsgründen.",[14,512,514],{"id":513},"was-das-für-kanzleien-heißt","Was das für Kanzleien heißt",[10,516,517],{},"Der Artikel gilt nach der Darstellung der Bundesnetzagentur für Anbieter und Betreiber von KI-Systemen, unabhängig von Wirtschaftszweig und Organisationsgröße, einschließlich KI-Systemen mit allgemeinem Verwendungszweck. Die BStBK schreibt in ihrem FAQ, Steuerberater, die in der Kanzlei eine KI eigenverantwortlich verwenden, seien in der Regel Betreiber im Sinne der Verordnung. Bei den Menschen, für die Maßnahmen zu ergreifen sind, nennt der Gesetzestext nicht nur das eigene Personal, sondern auch andere Personen, die im Auftrag der Kanzlei mit der Nutzung befasst sind. Die Bundesnetzagentur nennt als Beispiele Auftragnehmer und Dienstleister.",[10,519,520],{},"Das BStBK-FAQ stammt vom 27. Januar 2026 und damit aus der Zeit vor der Änderung. Es spricht noch davon, die KI-Kompetenz sicherzustellen. Als praktische Folge nennt es, dass Kanzleiinhaber aktiv dafür sorgen müssen, dass sie selbst und ihr Team KI-Kompetenz aufbauen, etwa durch Schulungen und Workshops, die viele Kammern und Verbände anbieten. Wer sich auf Hinweise aus der Zeit vor Juli 2026 stützt, sollte den neuen Wortlaut danebenlegen.",[10,522,523],{},"Unabhängig vom europäischen Recht verpflichtet das Steuerberatungsgesetz in § 57 Absatz 2a Steuerberater dazu, sich fortzubilden. Das FAQ der BStBK stellt fest, dass es zwar keine eigene „KI-Fortbildungspflicht“ im Berufsrecht gibt, der kompetente Umgang mit KI aber inhaltlich zur Fortbildung gehört, die für eine fachgerechte Berufsausübung erforderlich ist.",[14,525,527],{"id":526},"was-nicht-vorgeschrieben-ist","Was nicht vorgeschrieben ist",[10,529,530],{},"Die Bundesnetzagentur stellt klar, was für die Einhaltung von Artikel 4 nicht vorgeschrieben ist:",[66,532,533,536,539,542],{},[69,534,535],{},"ein garantiertes Niveau an KI-Kompetenz bei einzelnen Personen,",[69,537,538],{},"formalisierte oder standardisierte Trainingsmaßnahmen,",[69,540,541],{},"externe Zertifizierungen der durchgeführten Maßnahmen,",[69,543,544],{},"die Einführung eines KI-Beauftragten.",[10,546,547],{},"Zum letzten Punkt passt die Aussage der BStBK: Eine gesetzliche Pflicht, einen KI-Beauftragten zu bestellen, gibt es nicht, eine interne Ansprechperson für KI-Fragen kann aber sinnvoll sein. Die Maßnahmen können nach der Bundesnetzagentur intern oder extern erfolgen. Das Format reicht von Selbstlernprogrammen über Workshops und Schulungen bis zu mehrstufigen Fortbildungsprogrammen.",[14,549,551],{"id":550},"wie-die-bundesnetzagentur-den-aufbau-beschreibt","Wie die Bundesnetzagentur den Aufbau beschreibt",[10,553,554],{},"Die Verordnung schreibt kein bestimmtes Vorgehen vor. Die Bundesnetzagentur nennt drei Grundsteine, die ihr zur Orientierung geeignet scheinen:",[256,556,557,563,569],{},[69,558,559,562],{},[72,560,561],{},"Bedarf ermitteln:"," Welche Personen entwickeln, betreiben oder nutzen KI-Systeme? Welche Systeme sind das, zu welchem Zweck, und welche Chancen und Risiken sind damit verbunden?",[69,564,565,568],{},[72,566,567],{},"Maßnahmen gestalten:"," Die Rolle der eigenen Organisation einordnen, Ausbildung, Erfahrung und Tätigkeit der Personen beachten, Kontext und Risiko der eingesetzten Systeme berücksichtigen, Ziele und Verantwortlichkeiten festlegen.",[69,570,571,574],{},[72,572,573],{},"Dokumentieren, bewerten, auffrischen:"," Die durchgeführten Maßnahmen dokumentieren, etwa Art, Umfang und teilnehmende Personen, sie regelmäßig bewerten und bei Bedarf auffrischen, zum Beispiel wenn sich Systeme oder der Einsatz ändern.",[10,576,577],{},"Für die Inhalte schlägt die Bundesnetzagentur einen stufenweisen Aufbau vor: zuerst ein grundlegendes Verständnis von Daten und KI, dann fortgeschrittene Kenntnisse etwa zur Rolle der Organisation und zu den Risiken der angewendeten KI, schließlich rollenspezifische Trainings. Diese Inhalte nennt sie weder verpflichtend noch abschließend. Kostenlose Unterstützung gibt es nach ihren Angaben unter anderem bei den Mittelstand-Digital Zentren, beim KI-Büro der Europäischen Kommission sowie in Online-Angeboten wie dem KI-Campus.",[579,580],"stoerer",{"body":581,"label":582,"subject":583,"text":584,"title":585},"Guten Tag, wir interessieren uns für eine Schulung zur KI-Kompetenz für unser Team. Bitte melden Sie sich bei uns.","Schulung anfragen","Schulung anfragen – KI-Kompetenz im Team","Eine Schulung ist eine von mehreren Maßnahmen, mit denen eine Kanzlei die KI-Kompetenz ihres Teams fördern kann. Wenn Sie dafür Unterstützung möchten, schreiben Sie uns kurz, worum es geht. Wir melden uns persönlich bei Ihnen.","Eine Schulung für Ihr Team anfragen",[14,587,589],{"id":588},"warum-die-dokumentation-trotzdem-zählt","Warum die Dokumentation trotzdem zählt",[10,591,592],{},"Eine Pflicht, die Maßnahmen schriftlich festzuhalten, nennt die Bundesnetzagentur nicht. Sie empfiehlt es aber ausdrücklich. Ihre Begründung: Ein Mangel an KI-Kompetenz kann als Verletzung der Sorgfaltspflicht angesehen werden, insbesondere wenn dadurch ein Schaden entsteht. Wer seine Maßnahmen dokumentiert, kann jederzeit nachweisen, was die Kanzlei getan hat.",[10,594,595],{},"Für eine Kanzlei kann das ein einfaches Blatt sein: wer welche KI-Werkzeuge nutzt, wann es eine Einweisung oder Schulung gab, wer teilgenommen hat und wann die nächste Auffrischung ansteht. Ob das im eigenen Fall genügt, hängt von den eingesetzten Systemen und dem Personal ab. 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