Vergleich

KanzKI oder Deubner Tax KI: Expertisen-Datenbank oder Mandantenakte?

Was die Deubner Tax KI laut Deubner leistet, wie sie mit Eingaben umgeht und wann KanzKI oder die Deubner Tax KI für Ihre Kanzlei die bessere Wahl ist.

Wir sind der Anbieter von KanzKI. Dieser Vergleich kann deshalb nicht neutral sein, aber er kann ehrlich sein: Jede Aussage über den anderen Anbieter stammt von dessen eigenen Seiten, ist unten als Quelle verlinkt und trägt ein Datum. Wo der andere Anbieter vorn liegt, steht das da.

Stand · 7 Minuten Lesezeit · 4 Quellen

Die Deubner Tax KI beantwortet steuerliche Fachfragen aus einer Datenbank mit über 55.000 Steuer-Expertisen des Verlags, laut Deubner mit anklickbaren Quellen und zu einem Pauschalpreis für die ganze Kanzlei. KanzKI beantwortet Fragen aus den Unterlagen Ihrer Kanzlei, aus Steuergesetzen und BFH-Urteilen, auf einem eigenen Server in Deutschland und ohne Speicherung beim KI-Anbieter. Für Fachfragen, die ein Gutachten beantwortet, liegt Deubner vorn. Für Fragen zu einem konkreten Mandanten, seinem Bescheid und seinen Buchungen liegt KanzKI vorn.

Was ist Deubner Tax KI?

Die Deubner Tax KI ist ein KI-Werkzeug des Verlags Deubner Recht & Steuern für steuerliche Fachfragen. Laut Deubner greift sie nicht auf allgemein zugängliche Inhalte aus dem Internet zurück, sondern auf eine eigene Datenbank: über 55.000 Steuer-Expertisen, die auf echten Fällen aus dem Beratungsalltag beruhen, dazu Verwaltungsanweisungen, Gesetze, Entscheidungsbesprechungen und Aufsätze. Jeden Monat kommen laut Produktseite 500 bis 1.000 neue Expertisen hinzu, oft zu Fragen, die noch in keinem Kommentar stehen.

Die Antwort kommt laut Deubner mit referenzierten Quellen, deren Kernaussagen farblich markiert sind; ein Klick führt zur Textstelle. Findet die Tax KI keine Quelle, sagt sie das laut Anbieter, statt eine Scheinantwort zu geben. Eigene Kanzlei-Dokumente lassen sich laut Produktseite in einer geschützten Umgebung erschließen, ohne dass vertrauliche Inhalte in fremdes Training einfließen. Rechercheergebnisse lassen sich mit Kollegen teilen.

Als Sprachmodell nennt Deubner die neuesten Modelle von OpenAI und sagt zu, dass die Fragen nicht zum Training genutzt werden. Wo die Verarbeitung stattfindet, steht auf der Produktseite nach unserem Stand vom Oktober 2026 nicht. Das Preismodell ist laut Deubner ein Pauschalpreis für die gesamte Kanzlei: jeder Mitarbeiter bekommt einen eigenen Zugang mit persönlichem Fragenarchiv, bis zu 500 Chats im Monat sind enthalten, weitere Pakete lassen sich dazubuchen. Der Bezug läuft monatlich mit einem Monat Kündigungsfrist, ein Test dauert laut Anbieter 14 Tage.

Der Vergleich im Überblick

KriteriumDeubner Tax KIKanzKI
Wo werden Eingaben verarbeitet?Laut Deubner mit Sprachmodellen von OpenAI; wo die Verarbeitung stattfindet, steht auf der Produktseite nicht.Die Dokumente liegen auf dem eigenen Server der Kanzlei in Deutschland. Für die Antwort gehen Frage und passende Auszüge an Mistral in Frankreich oder an OpenAI über die Europa-Region, also an Rechenzentren in Europa.
Werden Eingaben gespeichert oder zum Training genutzt?Zum Training laut Deubner nein. Fragen werden im persönlichen Fragenarchiv gespeichert; ob und wie lange OpenAI Eingaben aufbewahrt, steht auf der Produktseite nicht.Nein. Zero Data Retention bei Mistral und bei OpenAI: Frage und Antwort werden nach der Antwort nicht gespeichert und nicht zum Training genutzt. Das steht so im Vertrag der Kanzlei.
Vertrag nach § 62a StBerGAuf der Produktseite keine Angabe. Nach dem Vertrag zur Auftragsverarbeitung und der Verschwiegenheitsverpflichtung fragen.Ja. Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO mit Verschwiegenheitsverpflichtung nach § 62a StBerG, öffentlich unter kanzki.de/avv; die Kanzlei stimmt beim ersten Anmelden zu.
Eigene Kanzlei-Unterlagen durchsuchbarLaut Deubner ja, in einer geschützten Umgebung. Umfang, Ordnung nach Mandanten und Fundstelle in der Antwort beschreibt die Produktseite nicht.Ja. Kanzleihandbuch, Mandantenakten, Bescheide, Verträge und Tabellen, je Mandant ein Arbeitsbereich.
Fundstelle zu jeder AntwortJa, laut Deubner mit anklickbaren Quellen und farblich markierten Kernaussagen.Ja. Jede Antwort trägt Fußnoten auf Dokument und Seite; ein Klick zeigt die Stelle.
Amtliche Quellen (Gesetze, BFH)Gesetze und Verwaltungsanweisungen sind laut Deubner Teil der Datenbank, Rechtsprechung in Form von Entscheidungsbesprechungen.Ja. Steuergesetze und Urteile des Bundesfinanzhofs liegen auf dem Server der Kanzlei und werden mit Paragraf oder Aktenzeichen zitiert.
Fachdatenbank eines VerlagsJa, das ist der Kern: die Expertisen-Datenbank von Deubner, im Pauschalpreis enthalten.Nein. KanzKI hat keine Kommentare und keine Verlagsinhalte.
DATEV-AnbindungAuf der Produktseite keine Angabe.Lesend: Buchungsdaten eines Mandanten aus DATEV Rechnungswesen übernehmen und im Chat danach fragen. KanzKI schreibt nichts nach DATEV zurück.
Ein Zugang je Person, Team-VerwaltungJa, laut Deubner ein eigener Zugang je Mitarbeiter mit persönlichem Fragenarchiv.Ja. Jede Person hat ihren eigenen Zugang, der Admin der Kanzlei lädt per E-Mail ein; Chats und Dokumente sind privat oder für das Team.
Sprachmodell dahinterLaut Deubner die neuesten Sprachmodelle von OpenAI.Wahl je Kanzlei: GPT-5.6 Sol von OpenAI über die Europa-Region oder Mistral Large von Mistral AI aus Frankreich.
Preismodell in WortenLaut Deubner ein Pauschalpreis je Kanzlei und Monat mit bis zu 500 Chats, weitere Pakete zubuchbar; monatlich kündbar.Ein fester Betrag je Kanzlei und Monat, nicht je Nutzer; Testphase vorab, Konditionen im Demo-Termin.

Wann Deubner Tax KI die bessere Wahl ist

Für die steuerliche Fachfrage liegt die Deubner Tax KI vorn. „Wie ist die Abfindung an den ausscheidenden Gesellschafter zu behandeln, wenn das Kapitalkonto negativ ist?“ ist eine Frage, die ein Gutachten beantwortet, und Deubner hat laut eigener Angabe über 55.000 davon, aus echten Fällen, mit monatlichem Zuwachs. KanzKI hat diese Inhalte nicht. Es zitiert den Gesetzestext und die Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs, aber kein Gutachten und keinen Kommentar. Eine Kanzlei, die solche Fragen täglich hat und bisher in Datenbanken sucht, spart mit Deubner Zeit, die KanzKI ihr nicht sparen kann.

Das Preismodell je Kanzlei mit einem Zugang je Mitarbeiter passt zu kleinen Kanzleien, die nicht je Nutzer zahlen wollen; hier ähneln sich beide Anbieter. Wer schon Deubner-Inhalte nutzt, bekommt mit der Tax KI laut Verlag alle Quellen ohne zusätzliches Datenbank-Abonnement.

Wann KanzKI die bessere Wahl ist

Wenn die Frage einen Mandanten betrifft, liegt KanzKI vorn. Der Bescheid, der Vertrag, das Kanzleihandbuch, die Buchungsdaten aus DATEV: KanzKI liest diese Unterlagen vollständig, je Mandant in einem eigenen Arbeitsbereich, und zeigt zu jeder Aussage die Fußnote auf die Seite. Fristen, die in einem Bescheid stehen, findet KanzKI und rechnet sie nach der Abgabenordnung, bevor ein Mensch sie bestätigt. Eine Auswertung über einen Stapel Rechnungen kommt als Excel-Datei. Das alles beschreibt die Produktseite von Deubner nicht; ihr Zuschnitt ist die Fachfrage.

Beim Umgang mit den Daten ist KanzKI die klarere Wahl. Deubner nennt OpenAI als Anbieter des Sprachmodells, sagt aber nicht, wo verarbeitet wird und wie lange OpenAI Eingaben zur Kontrolle von Missbrauch aufbewahrt. Bei KanzKI steht beides fest: Verarbeitung in Rechenzentren in Europa, Zero Data Retention bei Mistral und bei OpenAI, die Dokumente auf dem eigenen Server der Kanzlei. Beide Anbieter stehen mit Namen im Vertrag nach § 62a StBerG und Art. 28 DSGVO, der öffentlich unter kanzki.de/avv liegt. Was die Zusage genau bedeutet, erklärt der Leitfaden zu Zero Data Retention.

Was Kanzleien oft übersehen

„Kein Training“ ist nur die halbe Antwort. Dass Fragen nicht zum Training genutzt werden, sagen heute fast alle Anbieter zu. Offen bleibt, ob der KI-Anbieter Eingaben eine Zeit lang aufbewahrt und wer sie in dieser Zeit lesen darf. Fragen Sie jeden Anbieter danach, auch uns.

Die 500 Chats. Das Kontingent gilt laut Deubner je Kanzlei und Monat. Bei fünf Mitarbeitern, die den Dienst täglich nutzen, ist es schnell erreicht; dann kommen Pakete dazu. Rechnen Sie den Bedarf vorher.

Ein Dokument hochladen heißt nicht, Akten führen. Ob Deubner Ihre Unterlagen dauerhaft, nach Mandanten geordnet und mit Fundstelle in der Antwort hält, beschreibt die Produktseite nicht. Fragen Sie danach, wenn Sie das brauchen.

Die Schulungspflicht gilt für beide Werkzeuge. Artikel 4 der KI-Verordnung verlangt Maßnahmen für die KI-Kompetenz der Mitarbeiter, siehe den Leitfaden zur KI-Kompetenz.

Wer prüft die Antwort. Eine Expertise aus 55.000 ist eine gute Grundlage, aber nicht Ihr Fall; eine Fußnote auf Seite 3 des Bescheids ist Ihr Fall, aber keine Rechtsmeinung. In beiden Fällen prüft der Berufsträger. Viele Kanzleien werden deshalb beides nutzen: ein Verlagswerkzeug für die Fachfrage und KanzKI für die Akte.

Häufige Fragen

Worauf antwortet die Deubner Tax KI?

Laut Deubner auf eine eigene Datenbank mit über 55.000 Steuer-Expertisen aus echten Fällen, dazu Verwaltungsanweisungen, Gesetze, Entscheidungsbesprechungen und Aufsätze. Allgemeine Inhalte aus dem Internet nutzt sie laut Produktseite nicht. Das ist eine Stärke für Fachfragen und der Grund, warum sie Ihre Mandantenakte nicht kennt.

Welches Sprachmodell steckt in der Deubner Tax KI?

Laut Deubner die neuesten Sprachmodelle von OpenAI, und Deubner sagt zu, dass die Fragen nicht zum Training genutzt werden. Wo die Verarbeitung stattfindet und wie lange OpenAI Eingaben aufbewahrt, steht auf der Produktseite nach unserem Stand nicht. Fragen Sie danach.

Kann ich eigene Kanzlei-Dokumente einbinden?

Ja, laut Deubner lassen sich eigene Kanzlei-Dokumente in einer geschützten Umgebung mit der Tax KI erschließen, ohne dass sie in fremdes Training einfließen. Wie viele Dokumente, nach welcher Ordnung und mit welcher Fundstelle in der Antwort, beschreibt die Produktseite nicht. KanzKI ist genau dafür gebaut: Akten je Mandant, Antwort mit Fußnote auf die Seite.

Gibt es bei Deubner einen Vertrag nach § 62a StBerG?

Auf der Produktseite haben wir dazu keine Angabe gefunden; Deubner erklärt § 62a StBerG auf einer eigenen Themenseite, was zeigt, dass der Verlag die Frage kennt. Fragen Sie nach dem Vertrag zur Auftragsverarbeitung und der Verschwiegenheitsverpflichtung. Bei KanzKI steht beides öffentlich unter kanzki.de/avv.

Was spricht für die Deubner Tax KI statt KanzKI?

Die Expertisen. Wer regelmäßig Fachfragen hat, die ein Kommentar oder ein Gutachten beantwortet, bekommt bei Deubner eine Grundlage, die KanzKI nicht hat. KanzKI zitiert Gesetze und BFH-Urteile, aber keine Expertisen oder Kommentare.

Quellen

  1. Deubner Steuern: Deubner Tax KI (Produktseite im Shop)
  2. Deubner Steuern: KI für Steuerberater, Tools, Chancen und rechtliche Pflichten 2026
  3. § 62a StBerG: Inanspruchnahme von Dienstleistungen
  4. BStBK: FAQ KI im steuerberatenden Berufsstand (Stand 27. Januar 2026)

Dieser Vergleich gibt den Stand vom 28. Oktober 2026 nach den öffentlichen Angaben der Anbieter wieder; Produkte ändern sich, und wir prüfen die Angaben regelmäßig nach. Er ersetzt keine Prüfung im Einzelfall. Wenn Sie einen Fehler finden, schreiben Sie uns an support@code15gmbh.de.

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